Aktivitäten


Die Bücherei
Seit mehr als 40 Jahren sammelt Lothar Bücher – sie stammen aus Haushaltsauflösungen, Nachlassspenden, Zugekauftem (auch Aktuellem!), oder sind Schenkungen aus dem Dorf. Durch die Spende einer großen Regalwand in der Mitte der 80iger Jahre konnte der Grundstein für den Aufbau einer Büchersammlung gelegt werden. Im Anbau von 1909 fand alles seinen Platz.
Durch die inhaltliche Arbeit des Vereins war bereits ein Grundstock gelegt, der mit den Jahren schrittweise vergrößert werden konnte:

Deutsche Politik des 20.Jahrhunderts, speziell 1933 bis 1945
Verhältnis DDR/BRD 1945 bis 1990
Gesellschaftliche und wirtschaftliche Alternativen zum Kapitalismus
Alternative Energie- und Lebensformen
Antimilitarismus/Pazifismus
Demokratische Mitbestimmung von „Unten“ (Basisdemokratie)
Abseits der Sachbücher ist eine ganze Regalwand mit Romanen, Aktuellem wie auch Klassikern oder Weltliteratur, bestückt - zum gemütlichen Stöbern und Schmökern. Eine weitere Sammlungbesonderheit sind Biographien und Autobiographien, geordnet nach den Menschen, von denen sie erzählen, von Erich Honecker über Paula Modersohn-Becker bis zu Immanuel Kant. Groschenromane und Krimis finden sich hier nicht - die müssen die Gäste selbst mitbringen.
Im Winter 2022/23 begann eine Sichtung und Neuordnung der Bücherei. Pastor Büttner ging in den Ruhestand und zog um, etliche seiner Bücherregale schenkte er der Alten Schule. So konnte die Bücherei erweitert werden: Auf dem Flur stehen nun Sachbücher zu Philosophie, Psychologie und Pädagogik sowie Geschichte bis Ende des 19. Jahrhunderts, außerdem Bücher zu Religionen und Naturwissenschaften; daneben findet sich eine Kinder-und Jugendbuchsammlung (mit Klassikern wie Erich Kästner und Jules Verne) sowie eine recht umfangreiche Lyrikabteilung. Im Zwischenraum zum zweiten Flur steht eine kleine, aber feine Auswahl von Büchern zur Region, mit Wanderkarten und Erklärungen von Flora und Fauna.
Mittlerweile beläuft sich der Bestand der Sammlung auf über 2 500 Exemplare. Eine Ausleihe ist möglich – allerdings verbunden mit der dringenden Bitte um Rückgabe nach vier Wochen - die Bücherei beherbergt einige Leseschätze, die bleiben sollen!
Die umlaufenden Holzregale, der alte Kamin (leider nicht mehr funktionsfähig...) und die gemütlichen Sessel und Stühle laden zum Lesen und Ausruhen, zum Spielen oder zu Gesprächen ein. Ein Computer mit Beamer ermöglicht größere Versammlungen für Vorträge und Filme.
Hiltburg Döring
Film in der Alten Schule
Dem Anspruch des Trägervereins „Bildungswerk Leben und Umwelt“ folgend, handelt es sich im Schwerpunkt um Dokumentarfilme zu zeitgeschichtlichen, politischen, ökologischen und kulturellen Themen.
Zusätzlich versuchen wir Protagonisten, Zeitzeugen oder Fachleute zu bestimmten Filmthemen zu gewinnen, um mehr Informationen zu erhalten und die Diskussionen zu bereichern.
Gern nehmen wir Anregungen und Vorschläge zu den dann privat gezeigten Filmen entgegen.
Kontakt: Jürgen Beisiegel – Mail: beioeko23@t-online.de
Bsp:
Dokumentarfilm "Lauffeuer" über den Brandangriff auf das Gewerkschaftshaus von Odessa am 2. Mai 2014
Eine Dokumentation von Ulrich Heyden und Marco Benson
Ein Film über die Brandangriffe auf das Gewerkschaftshaus in Odessa zu Beginn des ukrainischen Bürgerkrieges, die Rolle von Ultranationalen, der Polizei und Politik im Post-sowjetischen Raum. Dies ist eine Dokumentation über ein Schlüsselereignis des ukrainischen Bürgerkrieges und eine Stadt die dadurch zerrissen wurde.
Der Film beschreibt die Brandangriffe eines nationalistischen Mobs auf das Gewerkschaftshaus in Odessa am 2. Mai 2014 bei denen 42 Menschen starben. Durch aufwendige Recherchen konnten erste Hinweise auf Organisatoren und politische Nutznießern der mörderischen Angriffe ermittelt werden. In dem Film wird angedeutet, dass es sich bei der Brand-Attacke auf das Gewerkschaftshaus in Odessa, um eine geplante Strafaktion gegen die Bewegung für eine Föderalisierung der Ukraine handelte.
Entstanden ist der Film als Gemeinschaftsarbeit von Ulrich Heyden, Marco Benson und Leftvision. Die Premiere fand am 18. Februar 2015 im Moviemento-Kino in Berlin statt.
Filmabend zum Thema „Migration? Perspektiven für Menschen in Afrika“
Beginnen wollen wir den Abend mit dem Video: Exodus aus dem Senegal, einer Dokumentation über den Rückgang der Fischbestände vor den Küsten und dem damit einhergehenden Verlust von Arbeitsplätzen und Einkommen in der tradi-tionellen Küstenfischerei. Ursachen für gefährliche Fluchten Richtung Europa.
Mit zwei unterschiedlichen Beiträgen zu den Themen Ausbildung, Bildung und Schaffung von Arbeitsplätzen in Afrika werden positive Projekte vorgestellt werden,
die den Menschen vor Ort Perspektiven zur Sicherung ihres Lebensunterhaltes in ihrer Heimat bieten.
Für weitere Informationen und Fragen zum Thema und dem Einbringen eigener Erfahrungen aus Afrika wird uns Dr. Georg Klute, emeritierter Professor der Ethnologie Afrikas zur Verfügung stehen. Seit 2004 bis heute ist er Mitgründer und Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins TAMAT e.V.; der Verein TAMAT engagiert sich vor allem für die berufliche Ausbildung und die Schaffung von Arbeitsplätzen in der südlichen Sahara. Georg Klute ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher Zeitschriftenartikel und hat insgesamt 11 Bücher veröffentlicht.
Kochen
Küche durch das Jahr:
Jeden Dienstag von 15:00 bis 18:00 Uhr in der Alten Schule Fredelsloh: Küche durch das Jahr. Es sollen keine Mahlzeiten zum Auftischen produziert werden (was trotzdem durchaus passieren darf), sondern Grundrezepte ausprobiert, dabei wird darauf geachtet, was gerade Saison hat.
Heute mit jemandem darüber unterhalten, wie früh die Ernte(n) dieses Jahr sind. Das Frühjahr zuerst heiß und trocken, und das so schnell, dass Rosen und Holunder gemeinsam blühten, und die Erdbeeren dazu kamen, die Kräuter wie Gundermann dafür schnell durch, Alles ineinander verschoben wie bei einer Karambolage auf der Autobahn die Fahrzeuge; dann eine kühle Periode im Sommer, und trotzdem wurden Früchte reif.

Pflaumen und Verwandte dieses Jahr reichlich, Klaräpfel schon im Juli, und jetzt geht es mit der erneuten Hitze wieder Schlag auf Schlag: Nach den Aronias die Brombeeren, gleichzeitig verfärben sich die Holunderbeeren, und die Vogelbeeren zeigen auch Anzeichen der Reife. Und erste Haselnüsse habe ich auch schon gefunden, neben Kornelkirschen, die eigentlich eher Richtung Oktober dran werden.
Wer dabei sein möchte: Anmeldung unter (05555) 522 (AB Alte Schule) oder dingefinder@gmx.de. Kinder dürfen mitgebracht werden.
Kosten: Lebensmittelumlage, eine Spende für die Alte Schule wäre nett.
Solidarische Gemeinschaftsküche:
Donnerstag 14. August 2025
Nun sind sie da, die hochsommerlichen Temperaturen. Wie gut, dass die Obst- und Gemüsehändlerin unseres Vertrauens am Dienstag San Marzano - Tomaten hatte. So steht der Gazpacho heute nichts im Wege. Auch unsere Eismaschine steht gut im Futter, dass schon zwei Bestandteile des heutigen Menüs in der Gemeinschaftsküche in der Alten Schule Fredelsloh abgedeckt sind.
Was noch? Wir werden bestimmt noch einige sommerliche Leckereien zum Auftischen finden. Wer dabei sein möchte, alles wie immer: Um 14:00 Uhr beginnt unsere Kochparty, um 18:30 Uhr wird aufgetischt.

Donnerstag 21. August 2025
Freundliche Sonne, freundliche 18°, gute Laune; was kann da noch schiefgehen mit der Gemeinschaftsküche in der Alten Schule Fredelsloh? Dabei weiß ich noch gar nicht so richtig, was wir heute machen. Wir haben verschiedene Gemüse, unter anderem Knollenfenchel. Rote Bete ist auch da, für Rohkost. Und Salat. Und heute ausnahmsweise einmal wieder Fleischiges: Ich hab noch zwei Gläser selbstgemachte Sülze im Keller, die werden heute in das Menü mit eingebaut. Und da der Weg im Gehen entsteht, beziehungsweise das Menü während des Schreibens, gibt es dazu wohl Bratkartoffeln und Gürkchen. Wenn schon, dann klassisch.
Alles wie jeden Donnerstag: Unsere Kochparty beginnt um 14:00 Uhr, aufgetischt wird um 18:30 Uhr.
Wanderungen / Exkursionen
Im Frühjahr und im Herbst treibt es uns in die Natur - direkt in den Solling oder zu mit der Bahn erreichbaren Zielen. Wir verbinden dies gern mit historischen und politischen Themen, manchmal wandern wir aber auch "einfach nur so", um die Natur zu genießen.
Wir arbeiten mit dem „Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)“ zusammen.

Aktivitäten

Betreuung einer Streuobstwiese mit altem Baumbestand bei Tönnieshof/Fredelsloh.
Hier werden immer fleißige Hände gesucht, die bei Arbeitseinsätzen mit zu packen. Als Dank kann im Herbst an der Ernte teilgenommen werden.
Die Projektgruppe „Streuobstwiese Einbeck Kuventhal“ pflegt eine neuangelegte Streuobstwiese mit alten Obstsorten und vielen Strukturelementen (Hecken, Steinhaufen, Totholzstapel…….)
DIE NATUR-KIDS ( DNK ) Kindergruppe der BUND Kreisgruppe Northeim.
Trifft sich 1x im Monat!
Aktivitäten: Exkursionen, Bastel -und Handwerksarbeiten in Zusammenarbeit mit den Naturwerkstätten
Atomkraft? Nein Danke!
Das Anti-AKW-Engagement der Alten Schule
Es gab eine Zeit, da wurden erneuerbare Energien aus Sonne und Wind noch belächelt und an fast jedem größeren Fluss sollte ein Atomkraftwerk entstehen. Atom-Krebs-Werke massenhaft. Man nannte dies „Das Atomprogramm“ und der Widerstand dagegen ließ nicht lange auf sich warten. Zum „Urschleim“ der Umweltbewegung gehörte von Anfang an die Ablehnung der Millionen Jahre strahlenden Energieform. Die Alte Schule Fredelsloh bot früh Seminare und Workshops zur Solarenergie an.


Als im Wendland der Konflikt um Gorleben ab 1977 begann und man dort die sogenannte „Republik Freies Wendland“ ausrief, wurde die Alte Schule Stempelstelle dieser imaginären atomfreien Republik. Ein entsprechender Aufkleber der Wendländer klebte lange Jahre zentral an der Schul-Haustür in Fredelsloh. Bei Demos und Aufrufen beteiligten sich Mitglieder des Vereins. Auch bei einer atomkritischen Demonstration am 26. April 2006, dem Tschernobyl-Tag, in Northeim sind Vereinsmitglieder aktiv dabei gewesen.
Als 2009 die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke geplant wurde, beteiligte sich die Alte Schule an der Großdemonstration in Berlin. Daran erinnert noch der Patenschafts- Banner in der Bibliothek der Alten Schule.
Nach dem Fukushima-Atomunfall im Frühjahr 2011 veranstaltete das Bildungswerk Leben und Umwelt eine Anti-AKW-Demo in Hardegsen. „Angelogen werden wir bei der Atomkraft sowieso !“, war eine zentral Aussage im Redebeitrag von Lothar Baumelt.
2020 wurde bekannt, dass im nahe Fredelsloh und Uslar gelegenen Würgassen auf dem Gelände des abgeschalteten Atomreaktors ein völlig überdimensioniertes Atommüll-„Logistigzentrum“ für Schacht Konrad bei Salzgitter entstehen sollte. Die Fredelsloher beteiligten sich auch wieder mit an den not-wendigen und not-wendenden Protesten. Im Dezember 2023 kam das Aus für diese Fehlplanung im Hochwassergebiet der Weser.
Am 21.8.21 fand am Bahnhof Kreiensen eine Protest-Demo statt.
In der Bibliothek der Alten Schule Fredelsloh finden sich zahlreiche, auch ältere Bücher zur Geschichte der Anti-AKW-Bewegung. Literaturempfehlung: „Atomkraft nein danke! 50 Jahre Anti-AKW-Bewegung. „Eine Geschichte erfolgreichen Widerstands“, ökobuch-Verlag 2022, herausgegeben von der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg, von ausgestrahlt und dem Göttinger Arbeitskreis gegen Atomenergie.
Spielabende
Regelmäßig finden jeden Montag Spielabende statt. Aktuell spielen wir Doppelkopf.
Gerne können sich auch andere Gruppen treffen und die Räumlichkeiten zum Spielen nutzen.

